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Deutschsprachige WordPress Community? – Eine offene Antwort!

Achterbahn der Emotionen: so gings mir beim und nach dem Lesen von Caspar Hübingers offenem Brief (via GlückPress.de) zum aktuellen Befinden der deutschen bzw. deutschsprechenden WordPress Community.

Deutschsprachige WordPress Community - was geht?

Deutschsprachige WordPress Community – was geht?

Mit ganz vielem kann ich mich sehr gut identifizieren, sehe es identisch bzw. sehr ähnlich: es hat sich viel verändert in den letzten Jahren, wie auch Monika (von Texto.de) treffend erkannt hat. Andere Dinge sehe ich anders. Hier mal der Versuch paar eigene Erlebnisse und manches aus der Szene zu reflektieren. Plus, ein paar Gedanken, was man vielleicht in Zukunft anders machen könnte.

Eigene Beiträge und Befindlichkeiten

Wann genau, weiß ich nicht mehr, aber ich glaub meine erste Forenantwort bei “wordpress.de” (jawohl, so hieß die Domain damals noch!) gab ich wohl im Herbst 2006 oder im Winter 2007. Nur extrem selten hab ich mich dort im Forum in all den Jahren beteiligt. Am Anfang mangels Wissen, später mangels Zeit – und auch, weil mir mitunter der Ton dort etc. nicht so gut gefiel.

Später habe ich mich mehr mit eingebracht in diese sagenumwobene “Community”, an vielen anderen Stellen, teilweise “selbstlos”, aber auch zunehmend als “ausgleichendes Geben fürs Nehmen”. Oder um es mit Caspars Worten zu sagen: Wenn es der Open Source Software gut geht, geht es auch den Firmen, die ihre Brötchen damit verdienen, ausreichend gut. Auf mein Engagement bin ich stolz und ich würde vieles wieder genauso machen!

Sinnlos?
Dennoch weiß ich die unzähligen Stunden, Tage, Wochen, die ich scheinbar “sinnlos” investiert habe, wo nichts zurückkam – wie gesagt, scheinbar. Am Ende kam sehr wohl extrem viel zurück. Das hängt aber damit zusammen, dass man das große Bild sehen, bisweilen um die Ecke denken, muss. Nicht jedes Engagement mündet sofort und vorhersehbar in einem “finanziellen Rückfluss”. Im Open Source Bereich geht vieles eben “nur” oder “am besten” über Engagement, Reputation, sich einbringen, streiten um den besten Weg. Das kann Aufmerksamkeit bringen und dann in Kundenprojekten u.Ä. münden. Muss aber nicht!

Plugins!
Und dann ist da noch meine Plugin-Arbeit seit Sommer 2011: hätte ich nie gedacht, wie viele Stunden, Tage, Wochen, wohl fast Monate zusammengerechnet, da hineinfließen. Ja, ich habe einige Spenden erhalten, in letzter Zeit sogar häufiger und höher. Da mache ich jedes Mal einen Luftsprung und bin sehr happy. Das motiviert. Echt.

Frustrationen!
Doch die Frustration ist mir ebenso bekannt: wenn man dieselbe Frage im Plugin-Support zum Hundersten Mal beantwortet, weil Anwender nicht (mehr) lesen wollen. Oder gleich alles fertiggebraten in den Mund geschoben haben wollen. Das ist manchmal sehr hart an der Grenze zum gerade noch Erträglichen. Diese beinharte Nehmen-Mentalität, ohne Geben-wollen. Und wenn man nicht (mehr) gibt, wird man mit schlechten Bewertungen oder sonstigen Sachen “bestraft”. Sowas gab es in den Anfangsjahren nicht, bzw. wohl nur extrem selten. War etwas fa­mi­li­ärer damals. Und nein, “damals” war nichts besser, allerhöchstens anders.

Ich kenne auch Frustration, wenn die eigene Übersetzung bei einem Übersetzerportal “gestrichen”, d.h. gelöscht wird. Teilweise Stunden Arbeit umsonst. Oder wenn die Session für ein WordCamp abgelehnt wird, wo man sich sonstwas erhofft und ausgemalt hat, wie man mit den Anwendern über ein wichtiges Thema hätte philosophieren wollen, können. Statt via E-Mail vom Veranstalter erfährt man 4 Wochen später aus der WP-“Presse” von der Absage. Das kann sehr weh tun. Für einen “Moment” lang ist einem die Community dann völlig egal! (Ok, das letzte Beispiel hab ich nicht in Deutschland erlebt, es zeigt aber, was einem als potentiellen “Geber” passieren kann…)

Sessions halten …viel Arbeit!
Wem es nicht ganz klar ist: Einen Vortrag (auch bekannt als Session) bei einem WordCamp zu halten, bedeutet nach meinem Dafürhalten jede Menge Vorbereitung! In meinem Fall heißt das mehrere Wochen “schwanger gehen” mit einem Thema, dann an 1-3 Tagen intensive Vorbereitung, Stundenlang, inklusive “Luftvortrag” vorm Spiegel etc. Alles wohlgemerkt für Themen, bei denen man sich durchaus als “Experte” fühlt (sprich eine Menge Erfahrung & Wissen angesammelt hat). Und alles wohlgemerkt für eine reine Sprechzeit von ca. 20-30 Minuten maximal. Die Erstellungszeit für die Präsentation, inklusive Recherche und eventueller Kosten für vorzeigbare Bilder (Stock Fotos) kommen noch dazu. Leute, ich jammere damit nicht, mir macht das “schwanger gehen” und vorbereiten sehr viel Spaß! Nur: manche Zuschauer und Zuhörer denken, dass schüttelt man in 5 Minunten aus dem linken Hemdsärmel und es würde direkt dicke Aufträge bringen im Nachgang. Dem ist nicht so! Ich mache das zuerst aus Spaß an der Freude, um mich selber frisch zu halten bei Themen, inbesondere Sprechen vor Menschenmengen zu trainieren und erst danach überhaupt für mögliche Synergieeffekte (Vernetzung, evtl. neue potentielle Kunden etc. kennenlernen).

Familie und andere “Beteiligte”
Was ich noch gar nicht angesprochen habe: Familie und andere “Beteiligte”. Mit Kind und Home Office kann man einfach nicht mehr soviel von denselben Sachen machen, die man vielleicht sonst getan hätte. Manche Veranstaltungen kann man dann halt nicht besuchen, obwohl man zugerne würde. Um mitreden zu können. Und “vernetzen” und so Sachen halt. Ich sehe das nicht als Verlust. Ein Kind zu haben bedeutet Erfüllung ganz anderer Art, weit mehr als es die Arbeit oder irgendeine Software je könnte. Aber Prioritäten ändern sich und man muss mitunter stark umorganisieren. So kann es im Laufe der Jahre vielen aus der großen weiten Community ergehen. Das ist erst einmal allzumenschlich. Gerade in solchen Veränderungszeiten empfindet man den nicht-technischen (Software-) Community-Aspekt viel stärker.

Andererseits: Ohne die Unterstützung und Geduld meiner Frau und einiger Freunde, die meinen WordPress- und Open Source-Tick aushalten, jeden Tag und jedes Jahr, könnte ich all das, was ich zur Arbeit obendrauf tue, eben nicht tun. Das ist ein Faktum, was felsenfest steht und was man nicht beiseite schieben kann. Die Frage ist doch, welchen Stellenwert Arbeit/Software und Ehe/Familie haben? Bei mir steht Ehe/Familie an erster Stelle. Alles andere kommt danach, teilweise nicht mal in den “Top 5” ;-). Das kann manchmal schwierige Entscheidungen bedeuten. Dennoch bedeutet es für mich nicht, das Community-Engagement komplett sausen zu lassen.

Leidenschaft!
Leidenschaft hat also durchaus mit Leiden und Leidensfähigkeit zu tun. Wer mittendrin steckt, weiß, was ich meine.

Community-Vielfalt rockt!

Anders, als es bei Caspar hier und da anklingt, sehe ich kein Heil in einer völligen Zentralisierung von Community-Anlaufstellen. Gleichwohl ergibt es Sinn, die eine oder andere Einrichtung kritisch zu hinterfragen, oder hier und da etwas “zusammenzulegen”, um es zielführender zu gestalten. “Simplify to make it better” würden wohl die Amis sagen. Oder: “Merge two things into one”.

Wie mir scheint, gibt es da mittlerweile ganze Generationen von WordPress-Anwendern da draußen, die eine Anlaufstelle wie “WordPress Deutschland” gar nicht (mehr) kennen, vom dortigen Forum ganz zu schweigen. Es scheint nicht nur so, ich weiß, dass es so ist – aus vielen Telefonaten sowie E-Mails von bzw. mit potentiellen Kunden, Ratsuchenden, Verzweifelten. (Kollegen von mir dürfte es wohl ähnlich ergeben.) Dennoch fühlen sich viele dieser Leute als “Teil der Community”. Da muss also mehr sein.

Ganz klar bin ich für Vielfalt in der Community! Und die gibt es nachweislich in Deutschland bzw. in der ganzen deutschsprachigen WordPress-Szene. Vielfalt ist menschlich und vor allem drückt es die Kreativität aus und wird der Flexibilität “unserer” Software, WordPress, voll gerecht. Wir sind mindestens so kreativ und flexibel wie unser Werkzeug und umarmen alle Erscheinungsformen von Community. Das würde ich mir mehr denn je wünschen!

Alle Versuche einer erzwungenen, aufgesetzen “Zentralisierung” der Community als solches sind letztlich zum Scheitern verurteilt. Ich empfinde Caspars Äußerungen an einigen Stellen stark als “Appell”. Das wird jedoch nichts bewegen. Meine Erfahrungen in der Vereinsarbeit und kirchlichen Arbeit zeigen, das Menschen sich bei Einbring-Appellen in der Regel um so stärker abwenden; meist nach ganz kurzem, anfänglichem “Pflichteinbringen”. Warum das so ist, darüber ließe sich trefflich streiten!

Wo Menschen sich einbringen, sind in aller Regel folgende 5 Dinge vorhanden:

  1. Totale 200-prozentige Leidenschaft. Es ist bereits jemand Feuer und Flamme, der Funke springt über!
  2. Jedes Engagement wird gewürdigt und anerkannt! Deutlich wahrnehmbar und sichtbar.
  3. Kleinteilige, vielfältige Aufgaben, für viele Fähigkeiten! Man muss quasi nur noch loslegen.
  4. Volle Transparenz: d.h. alles ist offengelegt, kein Hinterzimmer-Theater.
  5. Möglichst geringe Hierarchie.

Plus ein Bonus: Gemeinsam feiern, hooray! Gemütlichkeitsfaktor darf man nicht unterschätzen!

Wir sollten uns mal die Frage stellen, wo diese 5 Sachen bei einigen Erscheinungsformen der deutschen WordPress Community mangeln bzw. im Argen liegen?

Haben vielleicht viele Leute, über die man hier und da so “stolpert” keine Leidenschaft mehr?
Wo kein Feuer (mehr) ist, kann (s)ich auch nichts anzünden.

Wird Engagement überhaupt gewürdigt, deutlich?
Scheint mir einer der Hauptpunkte zu sein, wo wir extrem versagen und versagt haben. Ich meine nicht W.org, nicht die Make-Projekte. Ich meine unseren eigenen Kram hier im deutschsprachigen Bereich!
Wo sind die Danksagungen, Credits, endlos langen Listen all der Scharen von Anwendern, die sich je in einer Form eingebracht haben, welche Mehrwert für alle hervorgebracht hat?
Die 10 Namen, auf die man überall trifft, die meine ich nicht – die gehören auch gewürdigt, na logo – ich meine mal den ganzen großen “Rest”, oder wie die Amis sagen: for the rest of us. D.h. die bisher Namenlosen, die seit Jahren drauf warten, dass ihr Beitrag mal gewürdigt wird?!?

Es gibt doch genug kleinteilige Aufgaben für alle Fähigkeiten?
Warum sind wir nicht in der Lage, das besser zu organisieren?
An den Werkzeugen kann es ja nun wohl nicht mangeln? Treten wir uns mal gegenseitig in den Hintern!

Wo haben wir ein Transparenzproblem?
Sicher an paar Stellen. Damit können wir sofort beginnen, aufzuräumen! Das Werkzeug für DEMOKRATISCHES PUBLIZIEREN ist ja nun unser Haupt-Ding. Also los gehts, geben wir Infos raus, die evtl. noch nie rausgegeben wurden! Schreiben wir, wer für was wo und wie zuständig war, ist, oder sein will. Und lauter so Sachen halt.

Haben wir irgendwo eine Hierarchie aufgebaut, wo Leute abgeschreckt werden?
Liegt es eventuell schon am WP-Fachchinesisch? Sind wir etwa mit einer unnahbaren Aura aus WordPress-Expertentum umgeben?
Wahrscheinlich.
Wir müssen “Betriebsblindheit” abbauen und überwinden, obwohl WordPress ja gar kein Betrieb ist. Aber mal raus aus dem Kasten, Fenster auf, ordentlich durchlüften und mal von draußen nach innen schauen, könnte uns sehr wohl tun.

Und den Bonus nicht vergessen, hehe!

Feiern wir vielleicht zu wenig als deutschsprechende WordPress’ler?
Sind wir Deutschen nun schon Grillweltmeister, aber dümpeln oft in unseren (WordPress-) Events nur im “Fachlichen” herum? Ja, ich weiß, es gibt Aufwärm-Freitagabende und Afterparties an Samstagen und all die Sachen. Korrekt.
Aber brauchen wir vielleicht mal hier und da eine richtige “Sause für alle”, einfach um das Familiengefühl zu stärken. Und das 3-4 Mal im Jahr? Regional verteilt? Spontan? Von unten, von der Basis?
Wann gibt es das erste WordPress-Grillen in Deutschland, WP-Barbecue oder was auch immer ihr da draußen für verrückte Ideen habt?!? Die Amis machen #BeachPress, machen wir doch mal #BergPress, #NordseePress, #OstseePress, #AutobahnPress. Ach Leute, ihr wißt schon…! :-)

Lasst uns WPDE.org zu einem Community-Platz umbauen!

Eine Anleitung zum Sofort-Loslegen. Meine Wunschliste.

1) Lasst uns das derzeitige, alte Forum schließen!

Das Ganze ist eh zentraler und besser bei de.wordpress.org aufgehoben! Die stellen eh bald auf bbPress 2.x Plugin dort um, das paßt gut, denn das hat einen vBulletin-Importer.
Aller Foren- und Support-Kram landet auf den entsprechenden W.org Plätzchen. Bingo.

2) Lasst uns die Downloads/Sprachdateien komplett auf de.wordpress.org verschieben!

Denn dort gehört das alles hin. Die haben eh schon die Strukturen dafür.

3) Lasst uns den wpde.org Blog in ein P2 verwandeln!

Damit kann jeder registrierte Anwender/Neuling etc. dort was schreiben. Ein Hausmeister hält im Hintergrund Störer und Extremisten fern, per Platzverweis.
Endlich Live-Publishing und Kommentieren for the rest of us!

4) Lasst uns ALLE DEUTSCHSPRACHIGEN Mitwirkungsmöglichkeiten auflisten + erklären + verlinken!

Speziell deutschsprachig: Was kann ich wo und wie und wann tun, beitragen, übersetzen, coden usw. – Plus: was muss ich dafür können/wissen usw.
Die Leute haben ein Recht das zu erfahren. Dann kann sich keiner rausreden, er/sie hätte nix gewußt.
Ok, da kommt dann bisserl Arbeit auf uns alle zu!

5) Plus: Lasst uns alle sonstigen (englischen?) Mitwirkungsmöglichkeiten auflisten + erklären + verlinken!

International: Was kann ich wo und wie und wann tun, was muss ich dafür können/wissen usw.
Handbooks, die guten alten deutschen Handbücher, hach, waren das Zeiten… Oder, wie wärs damit: Übersetzen bis zum Umfallen, Glossare/Wortlisten bis zum Erbrechen, Coden bis der Server glüht, Organisieren von Events (die alten Hasen erzählens den Jungen)
Und auch: Verständigen mit Händen und Füßen, damit unser mitteleuropäisches Deutschlandgebilde mal wieder ordentlich vernetzt wird im WordPress-Europa! Wie kriegen wir es hin, mit all unseren direkten Nachbarländern vernünftige WordPress-Beziehungen aufzubauen? Als Sachse fange ich mal südöstlich an: Tschechien, Polen, Österreich, Schweiz, Frankreich, Belgien, Luxemburg, Niederlande, Dänemark (plus “Rest” von Skandinavien, gerne mit dazu…)?

6) Lasst uns einen echten HUB mit Terminen, Activity Stream und was weiß ich alles aufbauen!

Meinetwegen ein BuddyPress Teil draufschalten, damit jeder sein Profil scharfmachen kann und meinetwegen auch paar Fachgruppen (via BP). WICHTIG: Alles supereinfach bedienbar, super flache Hierarchie oder gar keine Hierarchie.
Beispiel: Gibt es DE, AT, CH oder wo auch immer ein WordCamp, was Deutsch als Hauptsprache hat, will ich das bitteschön prominent und mit einem Klick bei wpde.org auf dem Schirm haben. Punkt.
Ich will nach 5 Min. auf dieser Webseite das Gefühl haben, die Community ist so rießig und ich bin Teil von etwas absolut Außergewöhnlichem! Big Family und so! Da WILL, da MUSS ich dabei sein!

7) Lasst uns die Trägerschaft von wpde.org klären inkl. der aktuell dargebotenen Bannerchen usw.!

Die Büchse der Pandora ich weiß. Aber die muss nun einmal aufgemacht werden, da hilft alles nichts. Transparenz und Fairness machen es meiner Meinung nach unabdingbar!
DISCLAIMER: Ich habe ABSOLUT NICHTS gegen die Firma Inpysde und/oder deren Mitarbeiter (von denen ich einige persönlich kenne!).
(zu diesem Punkt gleich unten mehr!)

Zum Streitpunkt “Trägerschaft” wpde.org / “WordPress Deutschland”

Das dies eine Firma, in diesem Falle “Inpsyde GmbH”, trägt und bezahlt – einfach so – finde ich eine beachtliche Leistung und aller Würdigung wert! Noch einmal: ich habe absoluts nichts gegen dieses Unternehmen oder deren Mitarbeiter. Wir sind in erster Linie Kollegen, maximal in zweiter Mitbewerber. Unternehmen müssen Profit machen oder sie sind weg vom Fenster. Unternehmen müssen nichts “sponsorn”, sie können aber, wenn sie Bock drauf haben.

Dass Inpsyde die bis heute gültigen Strukturen von wpde.org aufgebaut hat und finanziell und meist auch personell trägt, finde ich super! Allerdings hat das Baby wpde.org einige Probleme vom Erscheinungsbild und Transparenz her. Das sehe nicht nur ich so, wohlgemerkt. Ich weiß aus vielen Gesprächen, das manche Leute dies weit kritischer hinterfragen als ich!

Welche Trägerschaften/ Betreiberschaften für wpde.org halte ich für denkbar und realisierbar?

Drei (3) Alternativen!

  1. Ein Unternehmen – also wie bisher
  2. Eine Stiftung – mein Favorit
  3. Ein Verein

Stiftung?
Eine Stiftung könnte ich mir nach dem Vorbild der “The Document Foundation” vorstellen. Diese Stiftung steckt hinter “Libre Office”, dem bekannten “OpenOffice.org” Ableger. Libre Office ist wie WordPress eine sehr wichtige Open Source Software, weit über die Linux-Community hinaus. Das Modell hat sich aus meiner Sicht bewährt. Das Stiftungskapital ist sicher nicht gering, ließe sich aber zusammenbekommen, da bin ich optimistisch; wenn auch über einen längeren Zeitraum. Aber möglich wär es allemal. Stiftungen können aktiv Fördern, wenn sich Kapital angesammelt hat, mittel- bis langfristig. Also zum Beispiel Aufbau von regionalen Meetups, Bezuschussung von WordCamps, Schulprojekten mit WordPress oder was auch immer.

Verein?
Ein Verein ist natürlich immer möglich, noch dazu in Deutschland, ziemlich einfach und “sicher”. Als Gefahr sehe ich hier eine gewisse “Vereinsmeierei”, aber mit vernünftiger Satzung, Finanzordnung und Mitgliedschaftsmodell ist das alles konstruktiv lösbar – gleich vom Start weg. Im Prinzip würden 7 Leute reichen nach Vereinsrecht. Ich würde es jedoch auf größere Beine stellen und als Vorbild könnte z.B. der Verein hinter “Ubuntuusers.de” dienen, also einem deutschsprachigen Community-Projekt der Ubuntu Linux Distribution.

Beispielsweise kann man eine Mitgliederversammlungen oder Stiftungsratssitzungen im Rahmen eines WordCamps abhalten, um Kosten und Organisation so gering wie möglich zu halten. Stiftungen und Vereine können auch Spendenbescheinungen ausstellen. Auch sinnvoll heutzutage.

Unternehmen?
Die Form mit einem Unternehmen als Träger ist sehr elegant. Macht aber aus Fairness- und Transparenz-Gründen eine volle Offenlegung der ganzen Geschichte erforderlich – aus meiner Sicht!
Ich kann nicht einerseits als Art “umgreifender Rahmen” für die Community auftreten, was der Titel “WordPress Deutschland” mehr als deutlich suggeriert, und andererseits durch klare Logos, Banner etc. den Eindruck eines verlängerten Marketingarms meiner Firma darbieten. Doch, als Firma kann man das natürlich, es ist voll rechtens und absolut in Ordnung. Ich finde es jedoch nicht ganz so fair, gegenüber der “echten” Community, die eben nicht nur auf einer Plattform wie “WordPress Deutschland” (auf wpde.org) stattfindet, sondern weitaus vielgestaltiger ist.
Andererseits, warum sollte Inpsyde jede Menge Geld in die Hand nehmen, um etwas zu finanzieren, wo sie nix davon haben, nur um im Impressum oder per Fußzeilen-Link zu erscheinen? Eben. Das würde ich auch nicht wollen als meine eigene Firma.

Los gehts!
Daher sollten wir die Diskussion jetzt mal aushalten und führen, ob nicht eine Stiftung oder ein Verein doch am Ende des Tages das bessere Modell ist, um einen Ausgleich unter den vielen deutschen WordPress-lastigen Agenturen, Freenlancern usw. zu finden, die gleichberechtigt und nebeneinander alle Teil der großen Community sind. Man könnte jetzt das ganze weiter spinnen und ad absurdum führen, wenn man sagt, jede Firma könne ja so eine Community-Plattform anbieten, wenn sie wolle. Natürlich geht das – und es könnte sogar föderlich sein, denn Vielfalt ist ein Gewinn.

Jedoch: Aus Sicht des Anwenders – Neuling, Fortgeschritten oder langjähriger Profi – ergibt eine zentrale ANLAUFSTELLE für vielfältige Erscheinungsformen dieser Community Sinn! Aus meiner Sicht kann eine Stiftungs- oder Vereinsträgerschaft die Unabhängigkeit und Transparenz besser gewährleisten, als es eine Firma tun kann.

Eine Firma steht im Wettbewerb und hat einen klaren Profitauftrag. Es kann und wird Interessenskonflikte geben, ob gewollt oder nicht, ob bewußt oder unbewußt. Mit einer Stiftung oder einem Verein wird man das nicht automatisch aus der Welt schaffen können, hat aber viel bessere Möglichkeiten, diese “negativen Dinge” besser einzudämmen bzw. zu verhindern.

Schnittmengen!
Noch einmal zum Mitmeißeln: die Community ist größer als eine Webseite, die als Anlaufstelle dient. Dies bitte nicht verwechseln. Man wird durch so einen “Hub” immer nur einen Teil erreichen, genauso wie mit Veranstaltungen. Ein Ziel ist am Ende, Schnittmengen zu erreichen, Synapsen eben, wo neue Ideen entstehen und zur Reife ausgebrütet werden.

Schlußwort

Die deutschsprachige WordPress Community gibt es, sie rockt! Ich spüre da ganz viel, ich sehe sogar manchmal was von dieser Community, leibhaftig, oder sei es “nur” visuell. Das da vieles noch mehr Hand in Hand, zupackender, gemütlicher, familiärer und schwarmreicher geht, ist unbestritten.

Ich wünsche mir zuerst für mich selbst, dass ich nicht aufhöre zu brennen, denn nur so kann ich überhaupt jemand “anzünden”. Trotzdem gilt: Ein Feuer braucht selbst gelegentlich neuen “Brennstoff”, sonst erlischt es. Ja, ich will weiter geben, nicht nur nehmen. Und ja, ich will mir auch sagen lassen, wo ich im Weg stand oder stehe, und dadurch Mitwirkung anderer be- oder verhindert habe.

Erkannt habe ich bei allem: Es muss mehr über den Lizenz-Hintergrund von WordPress und damit desen Open Source Wesen aufgeklärt und informiert werden. Nur so kann durch die authentische Begründung auch die Bereitschaft folgen, an dieser “öffentlichen Sache” (Res Publica) mitzuwirken. Vielleicht haben wir neben allen Details an diesem Punkt am meisten versagt. Dann gilt es genau dort, anzupacken und mitzuhelfen!

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Kommentare

  1. Andreas meint

    Ich finde die Ideen alle sehr gut.
    Ich muss aber sagen, solange eine gewinnorientierte Firma mit “WordPress Deutschland” aus Gründen des Marketings suggeriert, dass sie das offizielle WordPress nur eben aus Deutschland sind (Wer liest schon das Impressum), werde ich keinen Finger krumm machen und mich lieber im Original einbringen.
    Wäre im Grunde eh interessant ob die Bezeichnung “WordPress Deutschland” in dieser Art wettbewerbsrechtlich ganz koscher ist.

    Als Stiftung oder Verein würde die Sache in einem ganz anderen Licht erstrahlen und würde sicher einige Leute mehr auf den Plan bringen, die den Open Source Gedanken leben ohne finanzielle Hintergedanken.

    • pixolin meint

      “solange eine gewinnorientierte Firma mit “WordPress Deutschland” aus Gründen des Marketings suggeriert, dass sie das offizielle WordPress nur eben aus Deutschland sind ”

      Dies ist sicher ein Eindruck, den man haben kann und ich frage mich auch, was z.B. an dem gerade neu eingerichteten Podcast eigentlich “offiziell” ist. Man kann aber auch einfach guten Willen unterstellen und honorieren, dass eine Firma, die begeisterte WordPress-Nutzer gegründet haben, die Infrastruktur für ein rege frequentiertes Forum stellt und die deutsche Übersetzung finanziell und mit Fachkräften unterstützt. Die deutschsprachige Version erstellt sich (bisher) nicht von selbst, Inpsyde hat aber nie eine Mark/Euro/Dollar für den Arbeitsaufwand berechnet und ich bezweifele, dass der werbende Effekt (die “Gründe des Marketings”) die Kosten aufwiegt.

      Sei es drum, für eine deutschsprachige Community wäre mir eine neutrale Plattform tatsächlich auch lieber. Zumal die WordPress Community keine Ansprüche auf die freiwilligen Leistungen der Inpsyde erheben kann.

      • Andreas meint

        Bei 110.000 Anfragen zu WordPress im Monat und dem damit verbundenen Platz 1 bei Google Deutschland, die allgemeine Reputation, Verlinkungen und alles was daran hängt sollten die Kosten mehr als aufgefangen sein. Eher sollten diese vergoldet sein. Ansonsten sollte man sich schwer Gedanken in der Geschäftsführung machen.

        Hätte Inspysde auch nur einen Euro für den “Aufwand” verlangt, wäre die Werbewirkung nie so groß gewesen. Dazu ist die Geiz ist Geil Mentalität im Netz und insbesondere im Open Source-Bereich zu stark vertreten.

  2. pixolin meint

    Vielen Dank, bisher ist dies sicher die beste und konstruktivste Antwort auf den Blogbeitrag von Caspar. Besonders die Vorschläge zum Umbau des Community Platzes halte ich für sinnvoll und überfällig. Bei der Trägerschaft bin ich mir nicht sicher. Letztendlich denke ich, dass das über die WordPress Foundation mit abgedeckt werden sollte.

    • Danke für das Feedback, das freut mich natürlich sehr :-)

      Zur Trägerschaft: ich glaube eine Trägerschaft einer deutschsprachigen Anlaufstelle sollte nicht von San Francisco aus gemanagt werden – Andrea Middleton & Team sind eh schon überlastet, was man so hört. Ich denke unseren “bisschen Zusatzkram” mit unseren spezifischen Anforderungen etc. können wir denke ich viel besser selber managen. Das würde außerdem zur besseren Identifikation beitragen.

      Es geht nicht gegen die “WordPress Foundation”, sondern die kann ja entsprechend gewürdigt, verlinkt etc. werden. Ich denke, dass Ländercommunities nicht über die .org Foundation verwaltet werden sollten.

      • pixolin meint

        … andererseits: warum müssen wir immer eine eigene Lösung finden? WP-Camps statt WordCamps? Den WordPress Deutschland e.V. statt der existierenden Foundation? wpde.org statt de.wordpress.org? Nutzen wir vorhandene Organisationsstrukturen und bringen wir uns mit ein, dann entlasten wir auch ein strapaziertes Team.

  3. @David Schließe mich pixolins Meinung an, super-konstruktiver Beitrag, interessante Vorschläge!

    Einzig den Bedarf einer Trägerschaft sehe ich persönlich nicht. Es gibt einen Träger für WordPress, das ist die WordPress Foundation. In DE bzw. D.A.CH eine eigene Instanz mit eigener Trägerschaft zu installieren, würde den historischen Spalt wieder aufreißen bzw. eine Trennung zementieren.

    Aus meiner Sicht führt der richtige Weg genau in die andere Richtung: eine vernünftige deutschsprachige Anbindung an WordPress.org und die dortigen Strukturen, unter Wahrung und Anerkennung der Leistungen des bisherigen deutschen Community-Projekts und in partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit der WordPress Foundation.

    • Das beisst sich aber mit dem von David zurecht angekreideten Mangel an Transparenz usw.
      Ich persönlich habe jedenfalls keine Lust quasi kostenlos für ein Unternehmen zuzuarbeiten. Das klappt eben besser in einem Verein o.ä.
      Das große ganze (sprich wordpress.org) zu unterfüttern, seh ich dabei genauso.

      Und zu jammern, das man von der Community nix zurückbekommt, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Wenn ich bspw. ein Plugin als Open Source zur Verfügung stelle, kann ich schlecht erwarten, dafür monetär entlohnt zu werden. Da muss man sich was anderes einfallen lassen. In den USA machen Sie es mal wieder vor. Woothemes z.B. stellen WooCommerce als Open Source zur Verfügung und verdienen an den Extensions.

  4. Wegen Zensur auf glueckpress.com stelle ich meinen Kommentar zum “Offenen Brief von Caspar” hier ein:

    Ich will Inpsyde jetzt nicht durch den Kakao ziehen. Es ist gut das es eine Einrichtung gibt, die sich um die Belange der deutschen Community kümmert, aber gleichwohl scheinen mir einige der benannten Probleme hausgemacht. Ein Beispiel: Die Übernahme des Xtreme Frameworks von dynamicinternet. Davor war das eine hochaktive Community mit vielen nützlichen Tipps und Hilfestellungen, in der sich irgendwie jeder einbrachte. Dann wurde die Sache von Inpsyde übernommen und im Forum gab es nur noch Wortbekundungen. Konkrete Hilfe wurde abgetan mit Verweis auf kostenpflichtigen Support.

    Ich bin bereit zu zahlen, aber nur wenn ich das Gefühl hab, das ein Produkt mit und für mich und nicht als Selbstzweck entwickelt wird. Xtreme jedenfalls wurde nach der Übernahme verschlechtbessert. Schade! Es war vermutlich das vielversprechendste Theme-Framework von deutschen Entwicklern.

    Eine andere Sache ist, ob es eine gute Idee ist, ein Open Source Projekt von einer Kapitalgesellschaft anführen zu lassen oder ob ein Verein o.ä. nicht sinnvoller wäre. In einer GmbH haben nur die Gesellschafter Mitspracherecht. Das widerspricht dem Community-Gedanken.

    Bemängelt wird das mangelnde Einbringen in wpde.org. Ich war ein paar Mal im Forum unterwegs, aber auch dort findet man statt Hilfe eher Ausflüchte oder dumme Bemerkungen. Auch der Rest der Seite lässt zu wünschen übrig. Es schwankt zwischen Selbstdarstellung der Firma Inpsyde und einer halbherzigen Community-Andeutung. Warum dieser Alleingang? Warum werden nicht die Ressourcen von wordpress.org genutzt? Dort wurde mir bisher immer geholfen und das auch sehr kompetent. In den meisten Fällen einfach durch Lesen der Support-Beiträge, da dort der größte Fundus und die meisten Erfahrungen und User-Feedbacks ausgetauscht werden. Warum bringt sich “WordPress Deutschland” nicht dort ein?

    • @Roy Zensur? Das ist mein Blog, und ich habe öffentlich dafür gerade zu stehen, was da drin steht – auch in den Kommentaren. Es steht sogar am Kommentarfeld selbst dran: „Kommentieren ist ein Privileg, kein Recht. Sei anständig.“ Wenn ich mich dann entscheide, einen Kommentar nicht zu veröffentlichen, ist das keine Zensur, sondern Hausrecht. Inhaltlich werde ich zu deinem Kommentar auch hier keine Stellung nehmen, halte ihn aber für eine traurige Bestätigung der Erfahrung vieler Aktiver in der Szene: erst kommt keine Initiative, dafür wird hinterher umso kräftiger geschimpft. Schade.

      • Das ist kein Meckern, sondern nur Ehrlichkeit. Mangelnde Initiative kann ich für mich nicht in Anspruch nehmen. Ich bin fast täglich auf wordpress.org unterwegs und wir haben sogar ein Plugin beigesteuert. Das ist sicher nicht vergleichbar mit dem Engagement von Marketpress, aber darum ging es auch gar nicht. Nur um die Feststellung das eine GmbH eine schlechte Form zur Organisation einer Open Source Gemeinde ist, weil dann zwangsläufig einer immer mehr zu sagen hat, als alle anderen.

    • @Roy Btw, „Mangel an Transparenz“: Wer bist du eigentlich genau? Wenn ich mit jemandem spreche, wüsste ich gerne, wen ich vor mir habe. Wie wär’s mit Nachname und/oder URL?

      • Und vielleicht noch meine Personenkennzahl, Bankdaten, Gesundheitsstatus und intimsten Fotoerinnerungen? Nö danke! Ich gehöre zu den Menschen, die Anonymität im Internet als Grundrecht auffassen. In Zeiten von Facebook und Co. hat man wohl vergessen, das man sich im Internet mit Pseudonym bewegt hat.

        Die Karte so zurückzuspielen finde ich auch nicht in Ordnung. Die Vorgänge in einer Kapitalgesellschaft, einer Community, für die man das Vertretungsrecht für sich in Anspruch nimmt, transparent zu gestalten ist wohl etwas völlig anderes als die berechtigte Sorge einer einzelnen Privatperson mit Klarnamen im Internet aufgefunden und per Google und Co. verknüpft zu werden.

  5. Hallo David,
    alles sehr akademisch und hausgemacht, das nun so prächtig nach außen getragen wird und (stolz) der Welt präsentiert wird: seht her, nun schreibe ich auch darüber, lest, was ich davon halte!
    Du hast mit deinen Plugins und Übersetzungsarbeiten einen Beitrag zu einer von Dir unterstützten Idee beigetragen, das ist beachtlich und wert dafür gelobt zu werden. Aber wo ist eigentlich das Problem? Da geht eine Forengemeinschaft in eine andere über – ja und? Bei Cubase ist es so, Adobe, Google… und ach was weiß ich. Wo ist das Problem? Fehlende Identität oder Furcht vor eine Untergang, einem Verschwinden in der Masse?
    Dieses Rumgeblogge erinnert mich sehr an die 90er, wo man sich die Emails inklusive aller Antworten und Querverweise dauernd zugeschickt hat. Diese Diskussionen, die ja gar keine echten Diskussionen sondern nur Meinungsgeschreie sind, lese ich seit gefühlten Äonen. Jeder hat seinen kleinen Vorgarten mit Jägerzaun und nennt es Blog. Nix für ungut, ein Blog mag ein Hobby sein, aber eine kurze Videokonferenz oder ein altmodisches Telefonat kann vieles schneller klären und ist effektiver.

    • Hallo Thomas! Danke für deinen Beitrag hier!
      Ich leiste mir den Luxus einer eigenen Meinung und stehe auch mit Namen und Adresse dazu. Sicher, nicht immer einfach und das mündet mitunter schon mal in diversen “Kritiken” oder gar mehr, aber das ist in Ordnung. Dieses “Rumgeblogge” ist mittlerweile eine Art Kulturtechnik, die von sehr vielen hierzulande praktiziert wird, auch wenn die es selbst nicht immer so nennen würden (einen Blog), aber letztlich das tun: frequent Inhalte veröffentlichen, meist mit einem starken Meinungsinhalt.
      Solche Konversationen sind gut. Menschen mit Standpunkten sind mir viel lieber, als Leute, die eine riesen Angst davor haben, irgendwo anzuecken.
      Natürlich gab und gibt es auch private Gespräche zu den Themen, Telefonate, Chats, E-Mails usw. Aber das reicht nicht. Es braucht eine öffentliche Wahrnehmung und einen Diskurs dazu. Wo man auch klipp und klar Meinungen verschriftlicht und zum-nochmal-nachlesen bereitstellt. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit – nach meiner Auffassung.

      Wo das Problem im obigen Fall unter anderem liegt? Ich sags ganz klar: an dem Techtelmechtel, dass eine Firma sich eine Art Community “hält”, was erstmal grundsätzlich ok ist! Zum Problem wird es in der Wahrnehmung außen: WordPress-benutzende Leute denken, dies ist die “offizielle” Community plus Anlaufstelle für deutschprechende Nutzer. In gewisser Weise war das so und ist es vielleicht immer noch ein bisschen. Es sorgt nur für viel Verwirrung da draußen bei den Anwendern. Kommen dann noch andere WordPress-Dienstleistungsanbieter dazu, wird es immer komplizierter. Will man Hilfesuchende Anwender auf eine Seite des Mitbewerbers senden, nur weil ausgerechnet dort ein bzw. “das” Community-Forum betrieben wurde/ wird? Das hab ich mir nicht ausgedacht, sondern das sind Fragen, die sich im Laufe der Jahre ergeben haben. In unzähligen Telefongesprächen mit (potentiellen) Kunden von mir, sowie anderen Anwender-KollegInnen.

      Mein Vorschlag im Artikel oben war: schmeißt alles rüber zu de.wordpress.org und gut. Ist bisher so nicht geschehen, wird es vermutlich auch nicht. Muss die betreibende Firma selbst entscheiden. Andererseits ist auf de.wordpress.org in den letzten Wochen und Monaten einiges Neues entstanden – als Frucht der Community-Arbeit. Auch mit Hilfe von manch alten Hasen, die lange “abstinent” waren.

      Insofern hat auch mein Blogartikel – ähem, Meinungsartikel – einiges angeregt zum Nachdenken und Handeln. Das freut mich natürlich. Auch wenn ich manches immer noch anders machen würde: man muss auch mit kleinen Änderungen und Kompromissen erstmal leben können. Es ist besser als “gar nichts”. Und: es kann ja noch sehr viel passieren! ;-)

      Herzliche Grüße, David :)

      • Ooops . Ich meinte für diesen Kommentar hier gepostet werden. Mein Fehler David . Können Sie es für mich zu bewegen ? http://deckerweb.de/2014-11/plugins-schneller-einfacher/#comment-409

      • Dave , gut , das war eine wirklich leidenschaftliche Rede . Aber für all die persönlichen Gefühle, die es enthält nicht weniger wichtig. Aber der Schlüssel ist hier , wie kann die breiteren Publikum erreicht werden ~ nicht, wie kann dies den Sohn, dass einzige deutsche Redner beteiligt sind geschlossen , Zugang haben, Nutzen aus Ihrem kollektive Interesse in WordPress ? Und ich denke , wie kann dies größeres Gefühl der “Familie” außerhalb der deutschsprachigen Öffentlichkeit gefördert werden?

        Seltsamerweise , meiner Meinung nach , ist es nicht , indem er nur Deutsch Webseiten , Plugins, WordCamps oder jede andere Form der isolationary ( absichtlich oder nicht ) Taktik geholfen. Die Französisch haben dies seit Jahren versucht , auch die Verabschiedung von Gesetzen angeblich um ” ihre Sprache und Kultur zu bewahren ” , und es funktioniert einfach nicht . Am besten es gerade versteinert die in einigen Großstädten ~ wo seine polizeilich ~ verwendete Sprache stoppt Bescheid weiterentwickelt und trägt zu denen diese verrückten Froggies die Engländer lustig machen .

        Sie müssen einen Weg finden , um die Welt sind zu finden , nicht ausschließen , weil nur durch Zufall der Geburt oder Bildung, die sie nicht in den Genuss der deutschen Sprache , die sie kommunizieren können . Zeigen Sie ihnen Ihre freundlichen Seite und legte eine Übersetzung Knopf auf der Seite . Man weiß nie, wie viele Ausländer auftauchen würde und dazu beitragen .

Trackbacks/ Pingbacks

  1. […] Antwort geschrieben hat. Und nachdem noch Deckerweb eine Antwort geschrieben hat: “Deutschsprachige WordPress Community? – Eine offene Antwort!“ – da konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und muss nun mein Senf auch noch dazu geben. […]

  2. […] schöner weiterer Beitrag von @deckerweb zum Beitrag von @glueckpress mit wirklich guten Ansätze deckerweb.de/2014-06/deutsc… #WordPress […]

  3. […] David Decker (@deckerweb), Deutschsprachige WordPress Community? – Eine offene Antwort! […]

  4. […] und ist häufig mehr Teil des Problems als der Lösung. Ein radikaler Schnitt wäre vielleicht gut. David Decker schlägt vor dem Beispiel der Make-Blogs zu folgen und mehr auf P2-Blogs zu setzen. Hier könnte […]

  5. […] Antworten darauf gab es ebenfalls bereits, wie z.B. auf deckerweb.de. […]

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