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	<title>DECKERWEB&#187; Linux</title>
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		<title>Nachlese: Chemnitzer Linuxtage 2011</title>
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		<comments>http://deckerweb.de/2011-04/nachlese-chemnitzer-linuxtage-2011/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 12 Apr 2011 15:58:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Decker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chemnitz. Na klar, die Chemnitzer Linuxtage 2011 liegen nun schon wieder eine ganze Weile zurück. Dennoch will ich noch einige Eindrücke loswerden. Nach 2009 war ich dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Veranstaltung und wiederum sehr begeistert. Erstmalig hab ich auch am Vortragsprogramm teilgenommen und die Messestände noch ausführlicher &#8220;abgeklappert&#8221;&#8230; Vorträge &#8211; aller guten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_368" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/04/chemnitzerlinuxtage2011-bild1_800.jpg" class="thickbox" title="Blick in die Orangerie der TU Chemnitz - Chemnitzer Linuxtage 2011"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/04/chemnitzerlinuxtage2011-bild1_800-300x225.jpg" alt="Blick in die Orangerie der TU Chemnitz - Chemnitzer Linuxtage 2011" title="Blick in die Orangerie der TU Chemnitz - Chemnitzer Linuxtage 2011" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-368" /></a><p class="wp-caption-text">Blick in die Orangerie der TU Chemnitz - Chemnitzer Linuxtage 2011</p></div>
<p><strong>Chemnitz.</strong> Na klar, die <a href="http://chemnitzer.linux-tage.de/2011/" target="_new">Chemnitzer Linuxtage 2011</a> liegen nun schon wieder eine ganze Weile zurück. Dennoch will ich noch einige Eindrücke loswerden. Nach 2009 war ich dieses Jahr zum zweiten Mal auf der Veranstaltung und wiederum sehr begeistert. Erstmalig hab ich auch am Vortragsprogramm teilgenommen und die Messestände noch ausführlicher &#8220;abgeklappert&#8221;&#8230;</p>
<h4>Vorträge &#8211; aller guten Dinge sind 3</h4>
<p>Der mit Abstand beste Vortrag wurde von Peer Heinlein vom Unternehmen Heinlein Support gehalten. Zum Thema &#8220;Umdenken! Provokante Thesen zur IT-Administration&#8221; kamen klare Ansagen aus der Praxis, mit einer gehörigen Würze Humor und auch für nicht-Admins mit zahlreichen Merksätzen und Dingen zur universellen Anwendung im Computer- bzw. IT-Bereich. Den Vortrag kann man sich direkt beim Unternehmen als nette <a href="http://www.heinlein-support.de/vortrag/11-gebote-zum-it-management" target="_new">PDF-Präsentation &#8220;ziehen&#8221;</a> &#8230;</p>
<p>Mein zweiter Vortrag drehte sich um das Thema &#8220;Open Source und Google&#8221; mit <a href="http://www.thangorodrim.de/" target="_new">Alexander Schreiber</a>, Systemadministrator der Google Switzerland GmbH. Vielen scheint es gar nicht bekannt zu sein, dass Google sehr viel Open Source Software im eigenen Unternehmen einsetzt, zum Beispiel eine besonders angepaßte Version des Ubuntu Linux Betriebssystems. Was sie da so alles machen und anbieten, <a href="http://code.google.com/opensource/" target="_new">erzählen die Googler auch selbst</a> auf ihrer Seite. Der Vortrag jedenfalls war ein interessanter Einblick in die Entwicklung der Google-Serverarchitektur und dem jährlich aufgelegten Programm &#8220;Google Summer of Code&#8221;. Dabei wurde gezeigt, welche Fördermöglichkeiten für Schüler/ Studenten/ Interessierte es gibt und wie das ganze abläuft. Es gibt in der Tat vier Gewinner: die Teilnehmer (z.B. Studenten), die Anbieter (z.B. Open Source-Organisationen wie KDE), natürlich Google selbst sowie die gesamte Open Source Community welt! Als Teilnehmer hat man finanziell was davon und vor allem die Erfahrung, die man sammelt. Die Anbieter erhalten oft einen Entwicklungsschub ihrer Projekte und Software kommt voran und wird verbessert. Google und die Open Source-Gemeinde profitieren direkt und indirekt davon. Ich finde das ein sehr schönes Beispiel wie auch Firmen auf einem relativ offenen Weg (mit Qualitätssicherung da Auswahl sowie Mentoring der Teilnehmer) quelloffene Software sowie gemeinnützige Projekte unterstützen können. Zudem wurde im Seminar auf die Möglichkeit hingewiesen, dass die Code-Projekte-Seite von Google für jedermann für Software, Dokumentationen als Plattform genutzt werden kann.</p>
<p>Der dritte Bericht wurde gegeben von Klaas Freitag unter dem Motto &#8220;Linux im Büro von Kleinunternehmen&#8221;. Er handelte von der Software <a href="http://www.volle-kraft-voraus.de/" target="_new">&#8220;Kraft&#8221;, einem Geschäftsprogramm für Linux</a>, entwickelt für den KDE-Desktop. Es richtet sich an Kleinunternehmer, z.B. Handwerker, Gärtner usw. Dafür wurde es entwickelt, dafür ist es gedacht. Der Entwickler betreut das Programm selbst in der Praxis bei Kunden und entwickelt es aus diesen Ansätzen heraus weiter. Seine Präsentation war eher ein Praxisbericht, anhand einer Gärtnerei, und war ebenso einigen humorigen Einlagen versehen. Alles in allem eine interessante Software, wenn auch die Präsentation etwas mehr auf den Punkt hätte sein können. Leider hatte am Ende auch die Zeit nicht mehr gereicht für eine tiefergehende Demonstration des Programmes. Dennoch, im Grundansatz wurde deutlich, dass Linux auch für diesen Einsatz im Büro von kleinen Unternehmen eine Konzentration aufs Wesentliche bedeutet, oft mit einem verbesserten Arbeitsfluss. Andererseits ist vieles noch in Entwicklung und in der Verbesserung. Bei einer vorhandenen Betreuung (sprich Ansprechpartner &#8211; &#8220;Kümmerer&#8221; &#8230;) und einer guten Einweisung läßt sich wunderbar mit Linuxsoftware in diesem Bereich arbeiten, und man spart dabei manche Nerven und einiges Geld.</p>
<h4>Die Ausstellung in der Orangerie</h4>
<div id="attachment_369" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/04/chemnitzerlinuxtage2011-bild2_800.jpg" class="thickbox" title="Am Stand von LibreOffice - Chemnitzer Linuxtage 2011"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/04/chemnitzerlinuxtage2011-bild2_800-300x225.jpg" alt="Am Stand von LibreOffice - Chemnitzer Linuxtage 2011" title="Am Stand von LibreOffice - Chemnitzer Linuxtage 2011" width="300" height="225" class="size-medium wp-image-369" /></a><p class="wp-caption-text">Am Stand von LibreOffice - Chemnitzer Linuxtage 2011</p></div>
<p>Eine wichtige und interessante Sache ist immer die große Ausstellung bei den Chemnitzer Linuxtagen. Dort stellen sich viele Unternehmen, Vereine und Initiativen mit ihren Produkten und Dienstleistungen vor, die fast immer auch irgendwie mit Linux bzw. Open Source zusammenhängen. Dabei ist mir wieder einmal deutlich geworden, was es inzwischen alles gibt im Linux-Bereich und dass es immer professioneller wird! Neben vielen großen Distributionen war auch das neue LibreOffice mit einem Stand vertreten, auch viele Community-Initiativen aus dem deutschsprachigen Raum. Viele Aussteller sind extra viele hundert Kilometer gefahren, um in Chemnitz dabei zu sein. Alle Mitarbeiter an den Ständen waren sehr hilfsbereit und aufgeschlossen und haben wieder einmal gezeigt, wie offen und wohltuend menschlich es im Linux-Bereich zugeht :-). So habe ich mir allerlei angeschaut und ausprobiert, hier und da mit Leuten gesprochen, spontan wurden mir am XFCE-Stand neue Programme für meine Anfrage demonstriert und empfohlen!</p>
<h4>Fazit &#8211; das Linux-Feeling</h4>
<p>Insgesamt bin ich noch immer sehr beeindruckt von der ganzen Veranstaltung der Chemnitzer Linuxtage! Die Organisatoren haben Unglaubliches auf die Beine gestellt, absolut professionell vorbereitet und durchgezogen. Das gesamte Mitarbeiterteam und auch die TU Chemnitz verdienen ein ausgesprochenes LOB! Von den Inhalten her war es eine Bereicherung, Bestätigung für <a href="http://deckerweb.de/2010-07/seit-15-monaten-ubuntu-linux-im-einsatz/">meinen eingeschlagenen Linux-Kurs</a> und auch der perfekte Ort, um Neues zu entdecken. &mdash; Falls irgend möglich, bin ich 2012 natürlich wieder mit vor Ort und kann schon jetzt diese Veranstaltung in Südwestsachsen wärmstens weiterempfehlen!</p>
<h4>Hier einige Impressionen aus &#8220;Orangerie&#8221; der Chemnitzer TU</h4>
<p><object width="580" height="435"><param name="flashvars" value="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fdaveshine%2Fsets%2F72157626351899938%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fdaveshine%2Fsets%2F72157626351899938%2F&#038;set_id=72157626351899938&#038;jump_to="></param><param name="movie" value="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://www.flickr.com/apps/slideshow/show.swf?v=71649" allowFullScreen="true" flashvars="offsite=true&#038;lang=de-de&#038;page_show_url=%2Fphotos%2Fdaveshine%2Fsets%2F72157626351899938%2Fshow%2F&#038;page_show_back_url=%2Fphotos%2Fdaveshine%2Fsets%2F72157626351899938%2F&#038;set_id=72157626351899938&#038;jump_to=" width="580" height="435"></embed></object></p>
<h5>Noch mehr</h5>
<p>Links zu weiteren Bildergalerien und Blogbeiträgen gibt es <a href="http://chemnitzer.linux-tage.de/2011/info/fotos/" target="_new">gesammelt auf der Veranstalterseite &#8230;</a></p>
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		<title>Warum ich Ubuntu mit Softmaker Office für Linux verwende</title>
		<link>http://deckerweb.de/2011-03/warum-ich-ubuntu-mit-softmaker-office-fuer-linux-verwende/</link>
		<comments>http://deckerweb.de/2011-03/warum-ich-ubuntu-mit-softmaker-office-fuer-linux-verwende/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Mar 2011 19:24:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Decker</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute möchte ich mal erzählen, warum und wieso ich seit 2010 komplett mit dem &#8220;Softmaker Office 2010 für Linux&#8221; arbeite. Viele Gründe sind identisch mit denen, warum ich Ubuntu Linux einsetze. Andere Gründe sind Themenfeld/ Einsatzgebiet bedingt &#8211; logisch :). Der Vorgänger Bis zum Umstieg auf Textmaker &#038; Co. habe ich natürlich den Quasi-Branchenprimus namens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_253" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><a href="http://deckerweb.de/go/softmaker-office-2010-fuer-linux/" target="_new"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/03/smo2010-linux_333-300x290.jpg" alt="Softmaker Office 2010 für Linux" title="Softmaker Office 2010 für Linux" width="300" height="290" class="size-medium wp-image-253" /></a><p class="wp-caption-text">Softmaker Office 2010 für Linux</p></div>
<p><em>Heute möchte ich mal erzählen, warum und wieso ich seit 2010 komplett mit dem <a href="http://deckerweb.de/go/softmaker-office-2010-fuer-linux/" target="_new">&#8220;Softmaker Office 2010 für Linux&#8221;</a> arbeite. Viele Gründe sind identisch mit denen, warum ich Ubuntu Linux einsetze. Andere Gründe sind Themenfeld/ Einsatzgebiet bedingt &#8211; logisch :).</em></p>
<h4>Der Vorgänger</h4>
<p>Bis zum Umstieg auf Textmaker &#038; Co. habe ich natürlich den Quasi-Branchenprimus namens Microsoft Office genutzt&#8230; Lange Zeit die Version 2000, bei einigen Jobs auch in Version 2003, seit 2007 dann in der gleichnamigen Version. Letztgenannte war ja die mit den neuen Menüs, den sogenannten Ribbons. Das war aufregend und im großen und ganzen gar nicht schlecht &mdash; wenn man bei manchen Funktionen dann endlich gefunden hatte, wo sie liegen. Gut war damals der neu hinzugekommene bzw. nachrüstbare PDF-Export, der gute Ergebnisse erzielte. Auch die neuen Microsoft-Schriften wie Calibri waren ganz nett. Dennoch hat mich mancher Format- und Absatz-Wischiwaschi gestört bei der täglichen Arbeit. Besonders die langen Startzeiten und bisweilen auch schwerfälligen Reaktionen (die natürlich auch an der Hardware mit liegen, klar), schmälerten die positiven Erfahrungen. Insgesamt war die rund dreijährige Arbeit mit MS Office 2007 zwischen sehr gut bis ok angesiedelt. Am besten gefällt mir nach wie vor das Programm Publisher 2007, was alles in allem sehr sehr gut ist &#8211; auf einem Arbeitsrechner habe ich es noch drauf und brauche es hin und wieder. Word und Powerpoint 2007 waren gut einsetzbar, sofern man seinen Frieden mit den Menüs geschlossen hatte.</p>
<h4>Wie weiter bei Linux?</h4>
<p>Aufgrund des mehrstufigen Umstiegs auf eine Ubuntu Linux-Arbeitsumgebung stand irgendwann die Frage, mit welchem Office es weitergeht: OpenOffice.org oder eventuell weiter Microsoft Office 2007 (wo ich noch eine Lizenz besitze!) in einer Wine-Umgebung oder einen dritten Weg. Da ich beruflich auf die Les- und Darstellbarkeit bzw. das Bearbeiten von neueren .docx-Dateien angewiesen bin, musste eine Lösung her. OpenOffice hat hier bekannte Schwächen und MS Office via Wine war mir vor zwei Jahren einfach noch zu heikel. Also blieb der dritte Weg, so wurde ich im Web auf den damaligen Betatest von Softmaker Office 2010 für Linux aufmerksam und habe sofort mitgemacht. Was da auf meinen Rechner kam &#8211; ausgerechnet zuerst am Netbook &#8211; erstaunte mich doch sehr, positiv natürlich! Kurze Zeit später spielte ich das Office auch auf den Notebook und den Desktop &#8211; beides ebenfalls super!</p>
<p>Für ca. 70 Euro erhalte ich mit dem Office-Paket gleichzeitig die Lizenz für drei Installationen (also 3 Rechner bzw. USB-Sticks) egal ob für den privaten oder kommerziellen Einsatz. Genau, das was ich brauchte. Wenn ich das mit MS Office vergleiche, erhalte ich die günstigste Version, die für Unternehmenseinsatz lizenzrechtlich geeignet ist ab ca. 190 EURO aufwärts. Da die Lizenzbedingungen sehr restriktiv sind und teilweise auch unklar, was den Einsatz auf mehreren Rechnern betrifft, lohnt sich dieses Modell für mich überhaupt nicht. Im ungünstigsten Fall wären es knapp 600 EURO an Lizenzkosten für drei Computer, USB-Stick ausgeschlossen, bzw. nicht möglich. Damit war bereits frühzeitig kostenmäßig klar, wohin die Richtung ging. Da OpenOffice (bzw. auch das neue <a href="http://de.libreoffice.org/" target="_new">LibreOffice</a>) bisher noch einige Probleme mit .docx-Dateien haben, fiel meine Wahl somit endgültig auf Softmaker Office. &mdash; Hier lag und liege ich bis heute richtig, wie sich nahezu täglich neu bestätigt!</p>
<h4>Die Installation</h4>
<p>Schon das Installieren von Softmaker Office geht völlig reibungslos vonstatten: die Installationsdatei liegt unter 150 MB, dabei sind Textverbarbeitung (Textmaker), Tabellenkalkulation (Planmaker) und Präsentationsprogramm (Softmaker Presentations) sowie Duden- und Langescheidt-Wörterbücher inkludiert! Der Installationsablauf rennt geschwind, man gibt lediglich seine Daten ein für die Lizenz (gilt jeweils für 3 Rechner, egal ob private oder kommerzielle Nutzung!) und kann sofort loslegen. Es gibt keine Hardware- oder Softwareüberprüfung, keine Produktakivierung oder sonst etwas, selbst ein Rechnerneustart entfällt. Alternativ ist sogar die Installation auf einem USB-Stick möglich, für höchste Mobilität! Das sucht man bei der Redmonder Konkurrenz absolut vergeblich.</p>
<h4>Die Bedienoberfläche</h4>
<p>Das Zentrum meiner Begeisterung liegt bis heute an der Bedienoberfläche, die bei allen drei Programmteilen gleich aufgebaut ist, absolut konsistent und dadurch wird die Arbeit wirklich erleichtert. Die Menüs sind sehr aufgeräumt, nahezu komplett logisch (nach meinem Arbeitsverständnis) aufgebaut und angeordnet &#8211; man findet dort, wo man auch sucht. Punkt. Natürlich gibt es kleinere Kompromisse etwa in Bezug auf Systemschriften und Systemfarben: hier kann das Programm leider nicht alle möglichen Linuxdistributionen bzw. Konfigurationen in der Darstellung komplett abdecken, das war aber auch kaum zu erwarten&#8230; Die Realisierung auf 64bit-Systemen erfolgt als 32bit-Programm mit den entsprechenden Zusatzbibliotheken. Dennoch läuft das Programm absolut tadellos auf meinem entsprechenden Notebook mit 64bit Ubuntu 10.10 Maverick. Einzig der Öffnen-/ Speichern-Dialog ist eine &#8220;Eigenentwicklung&#8221; und greift nicht auf den Systemdateimanager zurück. Hier könnte man sicherlich noch nachbessern. Andererseits ist es im Alltag keine größere Umstellung und durch die anlegbaren Schnellzugriffe ist das Arbeiten flüssig und effizient möglich. Windowsumsteiger werden damit erst recht keine Probleme haben :-).</p>
<h4>Die Textverarbeitung &#8211; &#8220;Textmaker&#8221;</h4>
<p>Mein täglich Brot. Und genau dafür taugt das Programm hervorragend. Es frisst alles mit knapp 100%iger Trefferquote, was von MS Office-Dokumenten angeliefert wird, also .doc sowie .docx. Das .odt-Format (von OpenOffice.org bzw. jetzt auch LibreOffice) kann auch eingelesen und gespeichert werden, allerdings ist hier die Entwicklung erst noch am Anfang. RTF-Dokumente werden ebenfalls gut verarbeitet, obwohl ich dieses Format kaum nutze. Meist speichere ich jedoch im hauseigenen .tmd-Format, einfach aus dem Grund, weil dadurch die Funktionen von <a href="http://www.softmaker.de/ofltm.htm" target="_new">Textmaker</a> voll ausgenutzt werden können. Da der Austausch von Daten bei mir eh fast nur noch via PDF geschieht, ist hier für Rückwärtskompatibilität auch gesorgt. Andernfalls wählt man eben ein anderes Speicherformat aus &#8211; muss dann aber nur auf programmeigene Formatierungen bzw. Funktionen achten. Das ist aber bei allen anderen Office-Suiten am Markt, egal für welches Betriebssystem, auch nicht viel anders.</p>
<div id="attachment_254" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://deckerweb.de/2011-03/warum-ich-ubuntu-mit-softmaker-office-fuer-linux-verwende/smo2010-textmaker/" rel="attachment wp-att-254"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/03/smo2010-textmaker-500x263.png" alt="Textmaker - Textverarbeitung von Softmaker Office" title="Textmaker - Textverarbeitung von Softmaker Office" width="500" height="263" class="size-large wp-image-254" /></a><p class="wp-caption-text">Textmaker - Textverarbeitung von Softmaker Office</p></div>
<p>Von den Funktionen her, bietet Textmaker alles, was man inzwischen so standardmäßig erwartet bzw. voraussetzt. Da bleiben keine Wünsche offen. Im Gegenteil, Textmaker bietet auch einiges, was die Konkurrenz so nicht hat: beispielsweise liegen serienmäßig Fremdsprachenwörterbücher von Langenscheidt für Englisch, Französisch, Spanisch und Italienisch bei! Hinzu kommt als absolutes Schmankerl noch das offizielle Dudenwörterbuch! Damit kann man professionell arbeiten. Ein echter Glanzpunkt ist weiterhin der Objektmodus, der einen in die Lage versetzt, vernünftig mit Text- und Grafikrahmen arbeiten zu können. Ganz im Gegensatz etwa zu MS Office, wo bis heute Grafiken im Text verschwimmen und sonstige frustrierende Sachen passieren&#8230; Bei Textmaker muss man manchesmal bei solchen Sachen das &#8211; mitgelieferte &#8211; <a href="http://softmaker.de/download.htm" target="_new">PDF-Handbuch</a> (knapp 600 Seiten!) bemühen oder in Spezialfällen das <a href="http://www.softmaker.com/diskussion/viewforum.php?f=140" target="_new">Support-Forum</a>, eines ist aber sicher: verrutschen tut hier nichts! Somit kann man schon kleinere Vereinsblätter oder Gemeindebriefe herrlich mit Textmaker setzen, ohne jemals ein anderes Programm aufrufen zu müssen! Ferner kann Textmaker problemlos mit sehr großen Dokumenten umgehen, also Studienarbeiten auf zig oder hunderten Seiten. Hier hat Word seit vielen Jahren große Probleme, Textmaker schnurbst das einfach ganz normal durch. Es tut einfach, was es soll. Top!</p>
<p>Ebenfalls hervorragend und ständig im Einsatz bei mir ist der PDF-Export, der es ermöglicht, vor dem Speichern noch Einstellungen wie Auflösungen usw. zu justieren. Sehr praktisch und ganz nah dran am Büroalltag! Ein nettes Feature sind für mich auch die Tabs innerhalb des Programmfensters: für neue Instanzen eines Dokumentes usw. geht nun ein neuer Tab auf, wie man es schon von allen gängigen Webbrowsern kennt. Das spart Platz am Bildschirm und erleichtert wiederum die Arbeit.</p>
<p>Was mich am Netbook zusätzlich begeistert hat: die Bearbeitungs-Vollansicht via Taste F6 &#8211; hier kann man mit dem kompletten Display-Platz arbeiten, um zum Beispiel bei einer Konferenz schnell mittippen zu können. Man kann dann außerdem die wichtigsten Menübefehle oben in einer Einzelleiste ein- und ausblenden lassen. Sehr schön umgesetzt!</p>
<p>Ein Punkt, wo ich für mich noch Verbesserungsbedarf sehe, ist die Druckfunktion bzw. Druckschnittstelle unter Linux. Hier erfolgt nach meinem Verständnis bisher noch keine komplette Integration in die Linux-CUPS-Schnittstelle, was jedoch wirklich wünschenswert wäre! So kann ich zwar Entwürfe schon drucken, aber die Auflösung nicht weit genug runterskalieren. Da ich jedoch fast ausschließlich PDF-Dateien ausdrucke, stellt sich für mich dieser &#8220;Nachteil&#8221; nicht wirklich. Allerdings könnte es bei anderen Anforderungen/ Einsätzen durchaus leichte Enttäuschungen geben &#8230; Das Thema war auch schon in der Diskussion im offiziellen Support-Forum, man muss sehen, was die Firma in Zukunft draus macht.</p>
<h4>Die Tabellenkalkulation &#8211; Planmaker</h4>
<p>Vieles von Textmaker gilt praktisch auch für <a href="http://www.softmaker.de/oflpm.htm" target="_new">Planmaker</a>. Ich selbst benötige es jedoch recht selten. Wenn, dann fast immer nur dann, wenn es gilt, zugesandte Excel-Tabellen zu öffnen und zu verarbeiten. Diese Dateien werden absolut anstandslos verarbeitet! Nach Excel selbst scheint wohl Planmaker das nächstkompabilste Programm zum .xls- bzw. xlsx-Format zu sein. Diese Werbeaussage von Softmaker scheint mir keineswegs übertrieben, wie auch zahlreiche Rezensionen bestätigen. Was bei Planmaker und allen drei Programmteilen schön ist, ist das Aufrufen der jeweils anderen beiden Programme via Menübutton, das geschieht dann blitzschnell, wie auch bereits der Erststart einer der Komponenten.</p>
<div id="attachment_255" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://deckerweb.de/2011-03/warum-ich-ubuntu-mit-softmaker-office-fuer-linux-verwende/smo2010-planmaker/" rel="attachment wp-att-255"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/03/smo2010-planmaker-500x263.png" alt="Planmaker - Tabellenkalkulation von Softmaker Office" title="Planmaker - Tabellenkalkulation von Softmaker Office" width="500" height="263" class="size-large wp-image-255" /></a><p class="wp-caption-text">Planmaker - Tabellenkalkulation von Softmaker Office</p></div>
<p>Was ich speziell bei Planmaker festgestellt habe, dass sogenannte .csv-Dateien (zeichengetrennte Werte) geöffnet bzw. exportiert werden, ich aber nicht in solch ein Format rückspeichern kann. (Gerade für sowas hab ich also doch immer schon das schöne <a href="http://de.libreoffice.org/" target="_new">neue LibreOffice</a> bei allen meinen Linuxinstallationen auf der Platte&#8230; :) Bei mir kommen solche Bearbeitungsfälle meist vor, wenn irgendwo Datensätze aus Datenbanken usw. ex- und importiert werden sollen, aber zwischendurch bearbeitet werden müssen.</p>
<p>Reine Tabellenkalkulationsarbeit brauche ich fast nie, daher kann ich zu diesen Funktionen bis jetzt auch nichts weiter sagen und verweise einfach auf andere Berichte im Web.</p>
<h4>Das Präsentationsprogramm &#8211; Softmaker Presentations</h4>
<p>Diese Suite-Komponente arbeitet ebenfalls hervorragend und schnell. Ohne große Einarbeitungszeit kann ich hiermit vorzeigbare Ergebnisse erzielen, was einfach an der intuitiven Bedienbarkeit liegt. Natürlich orientiert sich der Programmbildschirm im Grundaufbau an den Vorbildern Powerpoint sowie Impress von OpenOffice/ LibreOffice. Das ist nun wahrlich keine Schande, ganz im Gegenteil :). Wiederum sind es hier die Dokumententabs, die das Öffnen und Bearbeiten mehrerer Präsentationen erleichtern. Ich habe bisher nur Standardfunktionen für eigene Präsentationen verwendet und kam insgesamt gut zurecht &#8211; was ich von der Konkurrenz aber ebenso sagen kann. Was man gegenüber Textmaker und Planmaker allerdings beachten muss, dass <a href="http://www.softmaker.de/oflpr.htm" target="_new">Presentations</a> noch nicht das .pptx-Format bewältigen kann, sicher kommt es in der nächsten Programmversion mit. Aber .ppt sowie .pps-Dateien von den Redmonder Powerpoints gehen praktisch tadellos. Für .pptx schlägt sich das neue LibreOffice dafür schon sehr gut&#8230; Presentations bringt serienmäßig jede Menge Effekte/ Animationen usw. mit, sodass für alle gängigen Einsatzgebiete damit gearbeitet werden kann. (Wobei ich persönlich von Effekten bei Präsentationen schon länger immer mehr Abstand nehme. Weniger ist deutlich mehr!)</p>
<div id="attachment_256" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><a href="http://deckerweb.de/2011-03/warum-ich-ubuntu-mit-softmaker-office-fuer-linux-verwende/smo2010-presentations/" rel="attachment wp-att-256"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2011/03/smo2010-presentations-500x263.png" alt="Presentations - Präsentationswerkzeug von Softmaker Office" title="Presentations - Präsentationswerkzeug von Softmaker Office" width="500" height="263" class="size-large wp-image-256" /></a><p class="wp-caption-text">Presentations - Präsentationswerkzeug von Softmaker Office</p></div>
<p>Meines Erachtens ist Presentations die Konzentration auf das Wesentliche, ganz solide, mit Orientierung an den normalen Anforderungen, etwa für den Arbeits- oder Vereinsalltag. Das Programm stirbt nicht an überzogener Featureritis, ebensowenig an Purismus. Im live-Einsatz lief das Programm gleich bei der Premiere ohne jegliche Probleme; als Vorteil gegenüber Powerpoint sehe ich das schnelle Starten, auch von größeren Dateien.</p>
<h4>Fazit</h4>
<p>Mich begeistert an Softmaker Office für Linux besonders die hohe Kompatibilität zu den quasi-Standards von Microsoft (es ist nunmal so, auch wenn man es bedauern mag!), der günstige Anschaffungspreis und die vernünftige Lizenzpolitik. Somit kann ich das Produkt nach meinen Erfordernissen, d.h. als Unternehmer, für Vereine/ Organisationen und natürlich privat einsetzen, ohne rechtliche Bedenken im Sinne von Lizenzen haben zu müssen. Im Bereich Funktionen/ Features schlägt sich das Produkt herausragend und in einigen Punkten sogar die Mitbewerber von Microsoft als auch von der OpenOffice-Front. Im wichtigen Feld der Ergonomie und Bedienbarkeit finde ich Softmaker sogar an vorderster Stelle wider: das Arbeiten ist effizient und intuitiv möglich und macht Spaß. Kein Eingewöhnen an neue, unsinnige Menüstrukturen und keine Überladung, sondern arbeiten und vorankommen. Ich werde die Entwicklung von Softmaker im Linux-Bereich selbstverständlich weiterhin äußerst interessiert verfolgen, schon jetzt kann ich den Einsatz der Software-Suite nur wärmstens empfehlen, gerade für den Einsatz in kleinen Unternehmen, Vereinen, Schulen usw.</p>
<p><strong>Weitere Informationen:</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://deckerweb.de/go/softmaker-office-2010-fuer-linux/" target="_new">Softmaker Office 2010 für Linux &#8211; mit gedrucktem Handbuch bei Amazon.de kaufen &#8230;</a></li>
<li><a href="http://softmaker.de/ofl.htm" target="_new">Softmaker Office für Linux &#8211; Vorstellung &#038; Features &#8230;</a></li>
<li><a href="http://www.softmaker.com/diskussion/viewforum.php?f=140" target="_new">Offizielles Sofmaker Support-Forum für Linux &#8230;</a></li>
</ul>
<h4>Schlussbemerkungen</h4>
<p>Ein Nachwort möchte ich anfügen, um Mißverständnissen vorzubeugen: Weder habe ich mit dem Hersteller Softmaker irgendwie zu tun, oder wurde für das Verfassen dieses Beitrages beauftragt oder gar bezahlt. &mdash; Das ist das Eine, das andere (dürfte manchen Linux-Fan interessieren): Softmaker Office ist keine quelloffene Software, sondern propietiäre Software, die jedoch unter Linux sehr gut einsetzbar ist. Sie ist auch nicht kostenlos, bietet aber ein ausgezeichnetes Preis-/ Leistungsverhältnis. Für mich ist es wirklich KEIN Widerspruch, solche Programme auch und gerade unter Linux einzusetzen. Es sollte sogar mehr davon geben, damit es für die vielfältigsten Einsatzgebiete eine möglichst große Auswahl beim Endanwender gibt. Jeder Anwender muss sowieso für sich selbst entscheiden, was er sich auf die Platte zieht. Ohne Frage! Bei Softmaker bekommt man allerdings die <a href="http://softmaker.de/ofldemo.htm" target="_new">faire Chance zu testen</a>, und zwar 30 Tage lang, ohne jede Einschränkung. Das ist ein sehr attraktives Angebot! Zudem unterstützt man eine deutsche <a href="http://www.softmaker.de/ofl.htm" target="_new">Softwareschmiede</a>, die sich meiner Meinung nach gerne mit dem Etikett &#8220;Made in Germany&#8221; schmücken darf. Das Produkt überzeugt mich und empfehle es genau <em>deswegen</em> gerne weiter. Einfach aus Begeisterung, nicht mehr und nicht weniger :-).</p>
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		<title>Seit 15 Monaten Ubuntu Linux im Einsatz</title>
		<link>http://deckerweb.de/2010-07/seit-15-monaten-ubuntu-linux-im-einsatz/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Jul 2010 00:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Decker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ubuntu]]></category>
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		<category><![CDATA[Erfahrungen]]></category>
		<category><![CDATA[Linux]]></category>
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		<description><![CDATA[Ubuntu-Virus schlägt zu Angefangen hat es im April 2009 mit meinem Netbook: meine Ubuntu-&#8221;Krankheit&#8221;. Doch eigentlich begann sie schon viel früher. Irgendwann 2004 oder -05 stand im Elternhaus ein alter Rechner mit Ubuntu. Dort konnte man bisschen Fernsehen und so rumspielen. Lief alles so wunderbar einfach, manches auch anders und &#8220;komischer&#8221; als unter Windows. Doch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_115" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/ubuntu-oo_screen-300x240.jpg" alt="OpenOffice 3.2 in Ubuntu 10.04" title="OpenOffice 3.2 in Ubuntu 10.04" width="300" height="240" class="size-medium wp-image-115" /><p class="wp-caption-text">OpenOffice 3.2 in Ubuntu 10.04</p></div>
<h4>Ubuntu-Virus schlägt zu</h4>
<p>Angefangen hat es im April 2009 mit meinem Netbook: meine Ubuntu-&#8221;Krankheit&#8221;. Doch eigentlich begann sie schon viel früher. Irgendwann 2004 oder -05 stand im Elternhaus ein alter Rechner mit Ubuntu. Dort konnte man bisschen Fernsehen und so rumspielen. Lief alles so wunderbar einfach, manches auch anders und &#8220;komischer&#8221; als unter Windows. Doch immer funktionierte es und die Optik machte durchaus neugierig.</p>
<p>Mit der Zeit kamen die Updates und vieles wurde noch besser. &mdash; Daran erinnerte ich mich letztes Jahr bei meinen ersten Netbook-Versuchen: Um Kosten zu sparen, bestellte ich gleich die Linux-Version des Lenovo-Modells, ersetzte aber das serienmäßige OpenSuSE Linux sofort durch ein Ubuntu. Ich staunte nicht schlecht, wie gut und erwachsen Ubuntu inzwischen geworden war. Die Version 8.10 und paar Tage später die 9.04 rannten wie wild.</p>
<p>Und so kam es, wie es kommen musste, ein Jahr später waren alle meine Rechner &#8211; beruflich wie privat &#8211; auf Ubuntu umgestellt. Nur noch ein einziger Rechner hat ein Windows XP als Startauswahl-Variante drauf. Und dann kam auch gleich noch ein Smartphone mit Linux dazu, denn das <a href="http://deckerweb.de/thema/n900/">Nokia N900</a> läuft perfekt mit Maemo5, einem Ubuntu-verwandten &#8220;Mobil-Linux&#8221;.</p>
<h4>Strategische Entscheidung</h4>
<p>Die Entscheidung für den Umstieg war nicht nur blinde Begeisterung, sondern eine strategische Zukunftsentscheidung. Wartung &#038; Pflege von mehreren Rechnern kostet mit Windows eben viel Zeit und Geld (Lizenzkosten, propietiere Software), da man den Bereich Virus &#038; Sicherheit keinesfalls ignorieren kann und sollte. Natürlich begleitete mich von Anfang an das Thema <em>Arbeitsfähigkeit</em>. D.h. geht alles, was ich in Windows tun konnte auch bei und mit Ubuntu? Im Prinzip ja.</p>
<p>Vieles geht sogar besser und weitaus stressfreier als mit Windows. In den langen Jahren mit Windows XP kann ich nicht soviel Schlechtes zu dem System sagen: es war und ist stabil und ausgereift und es gibt nahezu alles an Anwendungen dafür, was man sich denken kann. Allerdings ist die Virengefahr und der ständige Kampf dagegen ein Zeit- und Nervenfresser, selbst wenn man keine Dummheiten beim Surfen usw. macht. Auch Softwareupdates sind ein leidiges Thema, denn wenn das Windows-Update verrückt spielt, geht oft gar nichts mehr. Programm-Updates von den entsprechenden Anbietern gibt es zwar, oft erfährt man nicht automatisch davon, bzw. es entstehen neue Kosten. Das sind für mich entscheidende Mankos, die ich nicht länger haben wollte.</p>
<div id="attachment_116" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/ubuntu-social_448-300x203.jpg" alt="Soziale Netzwerke wie Twitter oder facebook sind bereits nativ in Ubuntu integriert" title="Soziale Netzwerke wie Twitter oder facebook sind bereits nativ in Ubuntu integriert" width="300" height="203" class="size-medium wp-image-116" /><p class="wp-caption-text">Soziale Netzwerke wie Twitter oder facebook sind bereits nativ in Ubuntu integriert</p></div>
<p>Ubuntu kann vieles extrem gut, sei es Musikhören während der Arbeit, sei es Videos schauen danach. Da ruckelt nichts und lädt nicht stundenlang, sondern es läuft einfach. Internet, Bluetooth (!), UMTS-Surfsticks, Rechnervernetzung usw. geht Out-of-the-Box und macht richtig Laune. Keine vergessenen Ports wie unter WinXP. Textverarbeitung mit OpenOffice oder den Alternativen Softmaker/Textmaker oder Abiword ist ein Kinderspiel. Gleiches gilt für Präsentationen. Die Liste läßt sich endlos fortsetzen &#8230;</p>
<p>Und nicht zu vergessen, eines meiner Lieblingsspielzeuge: die Paketverwaltung! Alles aus einer Hand, auch sicherheitsgeprüft. Einfach installieren, oder deinstallieren. Keine Angst, dass hier was schiefgeht. Das ist wohl für viele Ex-Windows-Anwender die schönste Neuentdeckung vermute ich :-). Solchen Komfort möchte ich nicht mehr missen und letztlich gehört es zum Gesamtkonzept, dass das System für mich arbeitet und nicht ich schauen muss, dass alles seinen Gang geht. Schließlich sind meine Rechner nur Werkzeuge, also Helfer. Diese Philosophie sehe ich bei Linux bzw. Ubuntu viel mehr verwirklicht als anderswo.</p>
<h4>Aufholbedarf</h4>
<p>Was bisher gemischte Gefühle hervorruft, ist der ganze Komplex Grafikbearbeitung. &#8220;Corel&#8221; läuft eben fast nicht unter Ubuntu (via <em>Wine</em> eher schlecht bis gar nicht &#8230;). Sicher, es gibt GIMP, aber das ist nicht 100%ig mein Ding. Andere Einsteiger-Grafik-Alternativen sind zwar in der Entwicklung, aber sagen mir nicht so ganz zu. Wenn es hier irgendwann eine Art &#8220;Einsteiger Corel für Linux&#8221; geben würde, viele Leute würden jubeln!</p>
<p>Allerdings muss man insbesondere dem Ubuntu-Projekt Tribut zollen, denn es treibt die Linux-Welt kräftig voran. Zahlreiche Programmprojekte haben in den letzten zwei Jahren enorme Qualitätsschübe hingelegt, auch viele gute neue Funktionen werden immer recht aktuell mit eingebaut. Und auch optisch hat die gesamte Plattform nach dem Redesign 2010 (mit 10.04) echt dazugewonnen. Aufholbedarf gibt es sicherlich stark an der Grafik- und Videofront, doch neue Entwicklungen gibt es Zuhauf. Gebraucht werden Stabilität und Einsteiger- bzw. <em>Nutzerfreundlichkeit</em> (von der es nie genug geben kann :)!</p>
<h4>Fazit:</h4>
<p>Hier und da gibt es noch Kinderkrankheiten am System, die gibt es bei Windows aber auch. Das gute bei Ubuntu ist die starke deutsche wie internationale User-Gemeinschaft (Community), die wirklich haufenweise Hilfe, Tipps und Tricks für alle User-Niveaus zur Verfügung stellt.</p>
<p>Was mir bei Ubuntu bzw. Linux einfach gefällt: es ist NICHT Windows. Es ist <em>anders</em> und das ist wirklich gut und richtig so. Es leistet viele Arbeitsfähigkeiten wie bei Windows &#8211; jedoch im Ergebnis, nicht im Weg dahin. Gerade da liegen die Spannung und die Aha-Erlebnisse. Mit meinen Ubuntu-Rechnern kann ich arbeiten und tun und lassen und auch mal abspannen. Es läuft einfach, es tut, was es soll. Und auf solche Krücken wie &#8220;Internet Explorer&#8221; darf ich endlich für immer verzichten.</p>
<p>Wenn man bedenkt, dass das Grundsystem keinen Cent kostet und schon jede Menge an klasse Software mitbringt, frage ich ich mich, warum noch nicht mehr auf den Ubuntu-Zug aufgesprungen sind? Jenseits aller Betriebssystem- und Softwaregrabenkämpfe sehe ich Ubuntu und viele andere Linuxe einfach als gute Arbeitstiere, gerade für all diejenigen, die den Kopf frei haben wollen, für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. &mdash; In diesem Sinne, lang lebe die Ubuntu-Vision :)</p>
<p>&nbsp;</p>
<div class="notiz"><strong>Hinweis:</strong> Dieser Artikel ist der Auftakt zu einer losen Serie über meine Erfahrungen mit Ubuntu Linux-Systemen. Ich möchte damit auch einige Empfehlungen für Einsteiger und Umsteiger weitergeben.</div>
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		<title>Nokia N900: Einige Umstiegserfahrungen</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Jul 2010 11:54:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>David Decker</dc:creator>
				<category><![CDATA[Linux]]></category>
		<category><![CDATA[Mobil]]></category>
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		<category><![CDATA[Umstieg]]></category>

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		<description><![CDATA[Im März 2010 bin ich von meinem geliebten Nokia E71 Hauptgerät mit Symbian S60 (3rd Edition) auf mein neues Nokia N900 umgestiegen &#8211; letzteres also gleich als Hauptgerät. Der Wechsel mag einigen mutig erscheinen, und er ist es durchaus. Hier nun einige Erlebnisse und Sichtweisen dazu: Eindrücke ganz subjektiver Art Das Gerät ist gar nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Im März 2010 bin ich von meinem geliebten Nokia E71 Hauptgerät mit Symbian S60 (3rd Edition) auf mein neues Nokia N900 umgestiegen &#8211; letzteres also gleich als Hauptgerät. Der Wechsel mag einigen mutig erscheinen, und er ist es durchaus. Hier nun einige Erlebnisse und Sichtweisen dazu:</em><br />
<br />
<div id="attachment_99" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/n900-mediaplayer-300x180.png" alt="Mediaplayer des N900 in Aktion" title="Mediaplayer des N900 in Aktion" width="300" height="180" class="size-medium wp-image-99" /><p class="wp-caption-text">Mediaplayer des N900 in Aktion</p></div><br />
<strong>Eindrücke ganz subjektiver Art</strong></p>
<ul>
<li>Das Gerät ist gar nicht sooo groß, wie manche geschrieben haben, ich bin positiv überrascht, hätte es mir aber fast noch eine Idee größer gewünscht. Aber so ist es trotzdem gut, da noch hervorragend Hosentaschen- und Jackentaschentauglich (nur mit den Hemdtaschen wird es nun schwieriger &#8230;).</li>
<li>Das Gerät ist doch etwas dicker und schwerer, gerade imVergleich zum E71, für mich noch auszuhalten, aber es ist absolut die Grenze!</li>
<li>Es ist mein erstes Mobilgerät/-Telefon überhaupt mit Mechanik, sprich einem Slider-Mechanismus. Dieser arbeitet sehr gut, die Qualität läßt nichts zu wünschen übrig. Gut finde ich das Einrasten der beiden Teile, bei „ganz offen“ bzw. „ganz geschlossen“. Sehr gut gelöst.</li>
<li>Der 3,5 mm-Kopfhöreranschluss sitzt genau an der richtigen Stelle :) &#8212; Und: endlich keine Adapter mehr nötig :)<br />
Die Lautsprecher sind sehr gut! Endlich Stereo! Telefonate über Freisprechen/ Lautsprecher klingen weitaus besser als bei meinem E71. Klasse!</li>
<li><div id="attachment_100" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://talk.maemo.org/showthread.php?t=38758&#038;highlight=fahrplan" target="_new"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/n900-fahrplan-300x180.png" alt="Fahrplan-Applikation am N900" title="Fahrplan-Applikation am N900" width="300" height="180" class="size-medium wp-image-100" /></a><p class="wp-caption-text">Fahrplan-Applikation am N900</p></div>Die Tastatur ist ok, mit gutem Druckpunkt, allerdings ist das Tastengefühl und die Oberfläche der Tasten am E71 schöner und besser. Dennoch läßt sie sich gut bedienen in der Praxis; schnelltippen sollte nach kurzer Eingewöhnungszeit problemlos möglich sein.</li>
<li>Was mir gar nicht gefällt, ist das Laden via USB-Anschluss, die alte Nokia-Lösung empfinde ich als angenehmer und praxistauglischer. Toll ist jedoch, dass ein entsprechender Adapter mitgeliefert wurde, somit hat man einen geradeso annehmbaren Kompromiss &#8230;</li>
<li>Es ist mein erstes Touchscreen-Modell: ich hatte etwas Bedenken, doch die sind in der Praxis wie weggeblasen! Natürlich braucht es Eingewöhnung, insbesondere das Scrollen und manchmal auch das Tippen auf der virtuellen Tastatur. Doch es wird immer besser :) Mir gefällt der resistive Touchscreen besser als der beim iPhone, beim N900 komme ich wesentlich besser zurecht!</li>
<li>Der Stylus ist für mich eine Wunderwaffe: absolut unentbehrlich, Gott sei Dank dabei und immer gut verstaut! Ich erinnere mich ein klein wenig nostalgisch an die Palm-Tage meines Vaters, als es schon Touch und Stylus gab, was bereits damals super lief. Und beim N900 hat es auch noch seine Berechtigung!</li>
<li>Die Standardausstattung und Funktion sind allgemein sehr gut bis absolut überragend.</li>
<li><div id="attachment_101" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://www.mozilla.com/de/mobile/" target="_new"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/n900-firefox-300x180.png" alt="Firefox Mobile 1.1 am N900" title="Firefox Mobile 1.1 am N900" width="300" height="180" class="size-medium wp-image-101" /></a><p class="wp-caption-text">Firefox Mobile 1.1 am N900</p></div>Wo ich große Bedenken hatte, war die Telefon-Funktion: doch auch hier sind alle ausgeräumt in der Praxis. Es funktioniert tadellos! Einzig an die andere Art des Auflegens muss man sich erst gewöhnen, wenn man während des Gesprächs in anderen Programmen aktiv ist. Dann heißt es über den Taskmanager auf die Telefon-Applikation zurückswitchen und auflegen. (Ursache: das N900 hat ja keine Hardware-Tasten, etwa für die Telefonie!) Wenn die Gegenseite zuerst auflegt, switcht das Gerät aber bereits automatisch um.</li>
<li>Thema Programme bzw. Applikationen: Noch ca. im März 2010 war das Angebot sehr überschaubar, einige Programme noch im Alpha-Stadium. Mittlerweile hat sich die Anzahl fast verdoppelt und vor allem steigt die Qualität ständig weiter an. Gleiches gilt für die Themes am N900.</li>
</ul>
<p>
<strong>Was ich besonders liebe und gerne nutze am bzw. mit dem N900, sind folgende Anwendungsbereiche, bzw. Applikationen:</strong></p>
<ul>
<li><div id="attachment_102" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><a href="http://maemo.org/downloads/product/Maemo5/witter" target="_new"><img src="http://deckerweb.de/wp-content/uploads/2010/07/n900-witter1-300x180.png" alt="Twitter-Applikations namens Witter am N900" title="Twitter-Applikations namens Witter am N900" width="300" height="180" class="size-medium wp-image-102" /></a><p class="wp-caption-text">Twitter-Applikations namens Witter am N900</p></div>Mediaplayer &#8211; wirklich klasse &#8211; auch Klangqualität hervorragend, wenn man sich ordentliche Kopfhörer zulegt; auch via Bluetooth wunderbar!</li>
<li>Wetterbericht &#8211; ich nutze „omweather“ und bin absolut zufrieden</li>
<li>Softwareaktualisierungen via Paketverwaltung &#8211; wie bei einem richtigen Linux halt so üblich. Einfach unschlagbar und kein Vergleich mehr zu früheren Symbian-Tagen!</li>
<li>Kontaktverwaltung mit integrierten Verknüpfungen etwa zu Skype und facebook &#8211; außerdem lassen sich pro Kontakteintrag jede Menge Daten ablegen, sehr bequem</li>
<li>E-Mail: mir reicht der integrierte E-Mail-Client völlig, er tut problemlos seinen Dienst und ist wesentlich effizienter zu handhaben als auf meinem E71</li>
<li>„Gespräche“ &#8211; der Bereich Kommunikation mit einer komfortablen SMS-Darstellung</li>
<li>Notizen: ich nutze mehrere Applikationen dafür für verschiedene Einsatzgebiete &#8211; es gibt ein breites Angebot! Sehr brauchbar in der Praxis!</li>
<li>(Bahn-/ ÖPNV-) Fahrplan: ich nutze die Applikation, die auch so heißt, „fahrplan“ &#8211; funktioniert tadellos, sogar mit Kalender-Abspeicherung auf Wunsch</li>
<li>Navigation via Sygic Mobile Maps &#8211; gefällt mir richtig gut!</li>
<li>Natürlich Internet in jeglicher Form: als Browser ist bei mir der eingebaute MicroB (hervorragend), Opera Mobile 10 sowie Firefox Mobile ständig (auch parallel) im Einsatz</li>
<li>Die Dateiverwaltung: fast schon wie bei einem „richtigen“ Rechner kann ich hier alles verwalten was ich brauche!</li>
<li>Eine Killer-Funktion ist der Zugriff via SFTP bzw. SSH auf das Gerät &#8211; sowas von genial. Linux eben :)</li>
</ul>
<p>
So, das waren mal einige Gedanken, jedoch bei weitem noch nicht erschöpfend. Man könnte Seitenweise über das Gerät und sein Betriebssystem schreiben. Doch fürs erste soll dieser „Zwischenbericht“ genügen :)</p>
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